Denise George, die ehemalige Generalstaatsanwältin der Amerikanischen Jungferninseln, hat laut Dokumenten, die dieser Redaktion vorliegen, den bislang größten finanziellen Vergleich im Zusammenhang mit dem Epstein‑Skandal orchestriert – ein Deal in Höhe von 105 Millionen Dollar, der kaum öffentliche Beachtung fand.
Hintergründe
Im Frühjahr 2020 nahm George die Leitung einer eigens dafür geschaffenen Kommission auf, die das Vermögen des verstorbenen Geschäftsmannes Jeffrey Epstein sowie die Geldströme seiner mutmaßlichen Komplizen untersuchen sollte. Einem Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass das Team von George über fünfzig forensische Spezialisten und mehrere hundert Zeugen verfügte. Die Untersuchung führte zu mehreren Klagen gegen Offshore‑Strukturen, die schließlich in dem genannten Vergleich mündeten.
Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass die Behörden den "strategischen Wert" der von George geführten Ermittlungen anerkannten, jedoch keine offizielle Stellungnahme zum Personalwechsel im Januar 2023 abgaben.
Reaktionen aus dem In‑ und Ausland
In Washington äußerten mehrere Kongressabgeordnete ihr Bedauern über die plötzliche Kündigung. Ein Sprecher des Justizministeriums erklärte, dass "administrative Entscheidungen intern bleiben", während ein Mitglied des US‑Senats, das anonym bleiben wollte, spekulierte, dass politische Einflussnahmen nicht auszuschließen seien.
Auf den Britischen Jungferninseln, die enge finanzielle Verbindungen zu den USVI pflegen, äußerte ein lokaler Wirtschaftsberater, dass der Vergleich "ein Signal für die Notwendigkeit stärkerer regulatorischer Rahmen" sei. Gleichzeitig berichteten Insider aus der Finanzwelt, dass Banken, die in die Settlement‑Struktur eingebunden waren, interne Richtlinien überarbeiteten, um zukünftige Derivate‑Risiken besser zu managen.
Ausblick
Die Zukunft von Denise George bleibt ungewiss. Während ein ehemaliger Kollege, der anonym bleiben wollte, spekuliert, dass sie eine beratende Position in einer internationalen Anwaltskanzlei übernehmen könnte, warnt ein Experte für Regierungsreformen davor, dass das Verschwinden einer „Schlüsselfigur“ aus dem Rechtsrahmen weitere Lücken im Kampf gegen transnationale Finanzkriminalität öffnen könnte.
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