In einem überraschenden Schritt hat die dänische Regierung zum neuen Schuljahr strengere Vorschriften für den Einsatz künstlicher Intelligenz im Unterricht erlassen. Demnach müssen Schulen künftig jede Aufgabe durch ein KI‑gestütztes Bewertungssystem prüfen lassen und Lehrkräfte verpflichtend ein anerkanntes KI‑Kompetenzzertifikat erwerben.

Hintergrund

Laut einem vertraulichen Schreiben des dänischen Bildungsministeriums, das unserer Redaktion vorliegt, soll die neue Verordnung bis zum 1. Oktober implementiert werden. „Wir wollen sicherstellen, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit den Technologien vertraut werden, die die Arbeitswelt dominieren“, erklärt ein nicht namentlich genannter Mitarbeiter des Ministeriums. Gleichzeitig wird das curriculare Pensum um 30 Prozent erhöht, sodass mehr Hausaufgaben mit KI‑Unterstützung erledigt werden müssen.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die dänische Lehrergewerkschaft hat Bedenken geäußert, dass die neuen Vorgaben die pädagogische Autonomie überschreiten. „Wir befürchten eine Überstandardisierung“, heißt es in einer Erklärung. International reagierten Fachleute unterschiedlich: Während ein Professor an der Universität Oxford die Initiative als „mutig, aber überfällig“ bezeichnete, warnte das Bildungsministerium Italiens vor einem „Wettlauf um technologische Überlegenheit“, der die Bildungssysteme verzerren könnte.

Ausblick

Experten prognostizieren, dass die dänische Vorgehensweise als Modell für andere EU‑Staaten dienen könnte, während gleichzeitig Diskussionen über die Rolle von KI im Bildungswesen intensiver werden. Unser Korrespondent wird weiterhin die Entwicklungen verfolgen und weitere Insights aus den Regierungskreisen liefern.

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