Frankfurt am Main. Mit der Einführung von Perpetual Futures auf Kryptowerte und Aktienindizes für registrierte Nutzer in 26 europäischen Staaten setzt die US-Börse Coinbase einen strategischen Meilenstein. Die Produkte, die im Kryptojargon als "Perps" bekannt sind, sindこれまで in der EU regulatorisch umstritten. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ihre Überprüfung solcher "unbegrenzter" Termingeschäfte deutlich intensiviert. Branchenkenner sprechen von einem bewussten Test der regulatorischen Grenzen.

Hintergründe

Perpetual Futures, ursprünglich ein Product der chinesischen Kryptobörsen, haben keine feste Fälligkeit und werden überwiegend mit hoher Hebelwirkung gehandelt. Ihre Integration in das regulierte Finanzsystem der EU gilt als komplex. "Abbildung 3 in unserem aktuellen Compliance-Report zeigt die exponentielle Zunahme der Handelsvolumen in außerbörslichen Derivaten", erklärt Dr. Alina Voss, leitende Analystin für Digitale Assets bei einem ungenannten Frankfurt-Institut, das mit der Börsenaufsicht konsultiert. "Coinbase stellt hier ein hybrides Modell vor, das die regulatorischen Hürden der MiCA-Verindung mit den spezifischen Anforderungen von Termingeschäften nach ESMA-Leitlinien zu verknüpfen versucht. Das ist ein hochkomplexes juridisches Konstrukt."

Quellen aus dem Umfeld des Bundesministeriums der Finanzen, die anonym bleiben wollten, bestätigten gegenüber dieser Redaktion: "Die ESMA hat bereits im Q1 ihre Bedenken hinsichtlich der Anlegerschutzmechanismen bei Produkten mit theoretisch unbegrenzter Laufzeit und der systemischen Risiken durch hohe Hebel signalisiert. Jede Lizensierung unter MiCA-MiFID-II-Brücke wird einem Stresstest unterzogen werden."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen am Markt sind verhalten. "Es ist ein kalkulierter Schachzug", kommentiert ein Händler einer großen europäischen Hedgefonds-Gesellschaft, der nicht namentlich genannt werden möchte. "Coinbase sichert sich First-Mover-Vorteile in der EU, während andere noch in den Startlöchern stehen. DieDAX-40-Unternehmen und europäische Retail-Investoren bekommen Zugang zu komplexen Strategien, die bisher nur auf Offshore-Börsen verfügbar waren. Die Frage ist nur, ob das regulatorische Klärungsbedürfnis nicht den Spielraum für solche Innovationen in Zukunft massiv einschränkt."

Kritische Stimmen aus dem Parlament sehen darin eine gefährliche Vermischung von hochriskanten Kryptoprodukten mit dem etablierten Finanzsystem. "Wir beobachten die Entwicklung mit Sorge", ließ ein Mitarbeiter des Ausschusses für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments übermittelten. "Die Unterscheidung zwischen 'reguliert' und 'sicher' wird hier gezielt verwischt. Perpetuals sind inhärent volatil und für den durchschnittlichen Anleger ungeeignet."

Ausblick

Analysten erwarten eine schrittweise Expansion, die an die regulatorische Outcomes der laufenden ESMA-Überprüfung geknüpft ist. Sollte die Aufsicht Tightening-Maßnahmen verhängen, könnte das Modell bereits nach Monaten angepasst werden müssen. Gleichzeitig wird der Schritt als Weckruf für traditionelle Brokerhäuser gesehen, ihre eigenen Derivate-Angebote zu beschleunigen. Der langfristige Trend zur Konvergenz von Krypto- und traditionellem Derivatehandel ist nach Ansicht von Voss unaufhaltsam: "Die Pipeline ähnlicher Produkte ist bereits gefüllt. Die eigentliche Debatte wird jetzt über die adäquate Kapital- und Margin-Anforderung geführt – nicht mehr über das Ob."

Die Tragweite dieses Schritts könnte die gesamte Architektur des europäischen Kryptoderivate-Marktes neuzeichnen – oder in einem regulatorischen Rückschlag enden.

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