Ein gigantischer Sandhügel in Form einer stilisierten Flunder erhebt sich aus den Gewässern vor der südchinesischen Küste – das Ergebnis eines ehrgeizigen, aber fatalen Immobilienprojekts, das heute als Symbol für die tiefe Finanzkrise des Landes gilt.

Hintergründe

Die Regierung von Fujian initiierte im Jahr 2017 das Projekt Haihuadao, inspiriert von Dubais künstlichen Palmeninseln, jedoch mit einer ambitionierteren Skalierung: über 12 km² Landfläche, 38 Millionen Quadratmeter Beton und ein verplantes Portfolio von Wohn‑ und Gewerbeeinheiten. Ein leitender Beamter des Ministeriums für Stadtentwicklung, der anonym bleiben wollte, bestätigte, dass das Projekt „als Leuchtturm für Chinas neue Stadtentwicklungspolitik“ konzipiert wurde.

Finanzministeriumsmitarbeiter, ebenfalls anonym, erklärten, dass staatlich geförderte Anleihen in Höhe von 87 Mrd. RMB über drei Jahre bereitgestellt wurden, um das Bauvorhaben zu sichern. Parallel dazu gewährten mehrere Großbanken Kredite im Umfang von 45 Mrd. RMB, getarnt als „Entwicklungskapital für strategische Infrastruktur“.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Der Vorsitzende der Zentralbank, Li Qiang, äußerte sich in einer vom Ministerium veröffentlichten Erklärung, dass „die aktuelle Situation nicht die Stabilität des Finanzsystems gefährdet“, ein Satz, der von Analysten als klare Untertreibung interpretiert wird. Unser Wirtschaftskorrespondent für Peking, Marco Baum, zitierte einen Insider, der von den Banken berichtete, dass die Rückzahlungsraten inzwischen bei 27 % liegen.

Im Westen reagierten Börsen- und Regulierungsbehörden mit Besorgnis. Ein Sprecher der US‑Börsenaufsicht (SEC) wies darauf hin, dass „investorenbezogene Risiken durch überhöhte Baukredite“ zunehmend globale Auswirkungen haben könnten. In Berlin forderte ein Abgeordneter des Bundestags die Bundesregierung auf, „die chinesische Immobilienfinanzierung genauer zu beobachten“, um mögliche Spillover‑Effekte für europäische Banken zu verhindern.

Ausblick

Internationale Ratingagenturen haben bereits erste Warnungen ausgesprochen: „Sollte das Haihuadao‑Projekt nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate restrukturiert werden, drohen massive Abschreibungen, die das chinesische Bankensystem belasten könnten.“ Ein Ökonom des Chinese Academy of Social Sciences prognostizierte, dass die Inselgruppe in den nächsten fünf Jahren zu einem „Erschöpfungszustand“ verkommen könnte, wobei nur ein Bruchteil der geplanten Wohneinheiten belegt sein wird.

Die Zentralregierung erwägt nun, das Projekt in ein staatlich geführtes „ökologisches Sanierungslabor“ umzuwandeln, um zumindest einen symbolischen Nutzen aus den bereits investierten Milliarden zu ziehen. Unser Korrespondent vor Ort berichtet von ersten Aufräumarbeiten, bei denen Sandhaufen eingemauert und übergroße Betonklötze als „Kunstinstallationen“ deklariert werden.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.