Ein offizieller Social‑Media‑Post der CDU Brandenburg, der im Januar 2024 veröffentlicht wurde, enthielt den Satz „Erholt euch gut für das nächste Schuhljahr“. Der offensichtliche Schreibfehler – „Schuhljahr“ statt „Schuljahr“ – löste eine Flut von Spott, Kritik und parteiinternen Disziplinarmaßnahmen aus.
Hintergründe
Der Beitrag wurde von der Pressestelle der Landesverbandes verbreitet, um Mitglieder und Wähler zu einem erholsamen Jahreswechsel zu ermuntern. Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Wortwahl („Schuhljahr“) weder im offiziellen Leitfaden noch in vorherigen Kommuniqués vorkommt. Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Helmut Kessler (Universität Potsdam) sieht darin ein „symptomatisches Versagen der redaktionellen Qualitätskontrolle, das in Zeiten digitaler Schnellschüsse besonders brisant ist“.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Opposition im Landtag reagierte prompt: Die SPD fristete eine offizielle Beschwerde ein und forderte die CDU auf, „die sprachliche Integrität“ wiederherzustellen. Ein Sprecher der Grünen bezeichnete das Geschehene als „ein Lehrstück für digitale Demut“.
Auch über die Grenzen Deutschlands hallte das Ereignis nach. Ein britischer Politikanalyst, der für „The Spectator“ schreibt, verglich den Vorfall mit dem bekannten „Le Pen‑Tweet‑Desaster“ und spekulierte, dass solche Patzer das Vertrauen in etablierte Parteien weltweit erodieren könnten. In den USA äußerte ein Kommentator des „Wall Street Journal“ die Vermutung, dass die CDU nun mit einer „lexikalischen Rehabilitation“ rechnen müsse, um das Markenimage zu sichern.
Ausblick
Der Landesvorsitzende der CDU Brandenburg, Michael Müller, hat bereits angekündigt, ein „Kommunikationskomitee“ einzurichten, das künftig sämtliche Texte von einer zweistöckigen Rechtschreibprüfung durchlaufen lässt. Ein Vertreter des Bundeswahlleiters, der ebenfalls anonym bleiben möchte, wies darauf hin, dass solche Vorfälle das Vertrauen der Bevölkerung in den demokratischen Diskurs gefährden könnten, wenn sie nicht konsequent adressiert werden.
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