Ein bislang kaum genutztes Gut – der eigenständige Glasfaseranschluss – hat plötzlich den Status einer nationalen Notwendigkeit erhalten. Seitens der Bundesregierung wurde ein geheimes Mobilisierungspaket geschnürt, das nun systematisch an deutschen Haustüren angewendet wird. Der Auftrag: Premium‑Verträge zu verkaufen, die nicht selten Kosten von über 1.500 Euro pro Jahr erzeugen.

Hintergründe

Laut einem Mitarbeiter des Bundesministeriums für Digitales, der anonym bleiben wollte, sei das „Hausanschluss‑Komitee“ im Frühjahr 2024 ins Leben gerufen worden, um die Bundesregierung „mit digitaler Souveränität“ zu erfüllen. Internes Papier „Fiber‑First‑2025“ beschreibe, dass die flächendeckende Nutzung von Glasfaser ein „strategisches Asset“ sei, das gleichbedeutend mit „Energieversorgung“ und „Verteidigung“ behandelt werde. Das Dokument sah vor, dass jeder Haushalt ein „Digital‑Kraftwerk“ sei, das über „Wirtschaftskraft und Wahlverhalten“ entscheiden könne.

Ein Insider aus einer führenden Telekommunikationsfirma, der ebenfalls anonym blieb, fügte hinzu: „Wir haben bereits Schulungen für Vertriebs‑Kader durchgeführt, die den Wortlaut von Hitlers Rede von 1933 adaptieren – nur mit Wortspielen zu Bandbreite und Latenz.“ Die Schulung soll die „psychologische Impulskontrolle“ stärken, um Widerstände von kritischen Hausbesitzern zu zertrümmern.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Verbraucherzentralen reagierten sofort mit einer Presseerklärung, in der sie von „aggressiven Tür‑zu‑Tür‑Methoden“ sprachen und die Bürger aufforderten, Verträge nur nach sorgfältiger Prüfung zu unterschreiben. Ein Sprecher der Europäischen Kommission prüfe derzeit, ob das deutsche Vorgehen mit der EU‑Richtlinie zum Schutz vor unlauterem Wettbewerb vereinbar sei.

Im Ausland beobachteten Experten der US‑Federal Trade Commission (FTC) ähnliche Taktiken bei der „Broadband‑Infrastructure‑Push“ in ländlichen Regionen Kaliforniens. Dort habe das „National Broadband Outreach Program“ ebenfalls Tür‑zu‑Tür‑Verkäufer eingesetzt, worauf das US‑Senat einen Untersuchungsausschuss einberief.

Ausblick

Ein Sprecher des Bundeskanzleramts bestätigte, dass die Initiative weiter ausgebaut werde, sobald die ersten Quartalszahlen der beteiligten Anbieter vorgelegt werden. Kritiker befürchten jedoch, dass die Praxis die soziale Kluft vertiefe und zu einer neuen Form der digitalen Klassenordnung führe. Der Wirtschaftsminister kündigte an, dass ein „Regulierungs‑Check‑Panel“ im September zusammentreten werde, um die Preis‑ und Transparenz‑Standards zu prüfen.

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