Berlin – In einer beunruhigenden Entwicklung hat das Bundeskanzleramt am Montag eine großangelegte Phishing‑Kampagne über die verschlüsselte Messenger‑App Signal angekündigt, die nach ersten Erkenntnissen von Agenten der russischen Föderation ausgehen soll. Ministerinnen und Minister, darunter das Bundesinnenministerium und der Bundesfinanzminister, seien gezielt mit täuschend echt wirkenden Nachrichten konfrontiert worden, die zur Preisgabe sensibler Regierungsdaten verleiten sollten.
Hintergründe
Nach Angaben eines anonymen Mitarbeiters des Bundesnachrichtendienstes sei die Attacke Teil einer strategischen Eskalation, um die digitale Souveränität Deutschlands zu untergraben. "Wir beobachten eine signifikante Zunahme von kompromittierten Signal‑Konten, die in Echtzeit mit serverbasierten Angriffen korrespondieren", bestätigte der Quelle gegenüber unserer Redaktion. Experten des Fraunhofer‑Instituts für Sichere Kommunikation schätzen, dass bis zu 12 % aller Regierungsaccounts im letzten Quartal Ziel solcher Phishing‑Mails wurden.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Im Inlandsverbund reagierte der Bundesinnenminister mit Nachdruck: "Wir werden sämtliche Kommunikationskanäle auf ihre Integrität prüfen und, falls nötig, die Nutzung von Signal in offiziellen Kreisen vorübergehend suspendieren." Oppositionelle kritisierten jedoch die Verzögerung, da laut einem Sprecher der FDP bereits seit Wochen Warnungen über verdächtige Links im Umlauf seien.
Auf internationaler Ebene äußerte das US‑State‑Department seine Besorgnis über die "evolvierende Cyber‑Aggression" und verwies auf ein gemeinsames NATO‑Arbeitsgruppe‑Statement, das eine koordinierten Gegenmeasure-Plan anstrebe. Die russische Botschaft in Berlin wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete sie als "unbegründete Propagandamaßnahme".
Ausblick
Ein Sprecher des Bundeskanzleramts kündigte an, dass in den nächsten Wochen ein Gesetzentwurf zur Stärkung der digitalen Infrastruktur und zur Einführung verpflichtender Zwei‑Faktor‑Authentifizierung für alle Ministerialangestellten vorgelegt werde. Parallel prüft das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein Notfall‑Patch‑Programm für Signal‑Clients, das jedoch aufgrund der Open‑Source‑Natur der App komplexe Abstimmungen erfordere.
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