London – In einer Entwicklung, die selbst die nüchternsten Chronisten des Westminster-Palastes erschüttert, hat das Vereinigte Königreich seit dem Referendum von 2016 bereits sechs verschiedene Premierminister erlebt. Die „Drehtür“ am Amtssitz wird inzwischen als nationales Symbol für politische Fragilität interpretiert.

Hintergründe

Die Chronologie ist unverblümt: David Cameron übergab das Zepter an Theresa May, die ihrerseits von Boris Johnson abgelöst wurde, welcher nach einer Reihe von Skandalen Platz machte für Liz Truss, die nach nur 44 Tagen von Rishi Sunak abgelöst wurde, welcher nunmehr die siebte Regierung führen soll. Ein anonymer Beamter des Finanzministeriums bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Turnover-Rate von 0,6 Premier pro Jahr „eine Obergrenze erreicht, die in der politischen Wissenschaft von der Bezeichnung „Institutionelles Kollapsrisiko“ gesprochen wird“.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Im Inland äußerten sich britische Oppositionsführer bereits besorgt. Ein Sprecher von Sir Keir Starmer sagte: „Die Bürger erwarten Kontinuität, nicht ein politisches Karussell.“ Gleichzeitig meldete ein Mitglied des House of Lords, das anonym bleiben wollte, dass „die ständige Erwartung eines neuen Ministers die strategische Planung im öffentlichen Dienst lähmt.“

Aus dem europäischen Kontext meldete ein hochrangiger Beamter des EU‑Auswärtigen Dienstes, dass „die britische Regierungsinstabilität das Vertrauen in die Verhandlungsposition Großbritanniens, insbesondere im Handelsbereich, ernsthaft unterminiert.“ Auch in Washington wurde das Phänomen notiert: Ein Pentagon‑Analyst beschrieb die Lage als „strategische Unsicherheit, die die transatlantische Sicherheitspartnerschaft belastet.“

Ausblick

Während die politische Klasse sich bereits auf die mögliche Regierungsbildung von Sunak vorbereitet, warnen unabhängige Denkfabriken vor einer „Dauerkrise der Führung“. Der britische Historiker Professor Elaine Morrison von Oxford prognostiziert, dass „eine weitere Leitungswechsel innerhalb der nächsten 12 Monate die Wahrscheinlichkeit eines verfassungsrechtlichen Eingriffs um ein Vielfaches erhöhen könnte.“

Die nächsten Monate werden zeigen, ob das Vereinigte Königreich eine neue Ära politischer Stabilität einläutet oder ob die Drehtür weiter im Takt der europäischen Windungen schwingt.

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