Eine bislang geheime interne Analyse des britischen Innenministeriums hat fünf neue Enthüllungen über die Verbindungen des verstorbenen US‑Finanzierers Jeffrey Epstein zum Vereinigten Königreich hervorgebracht. Laut Dokumenten, die dieser Redaktion vorliegen, soll Epstein über mehrjährige Zeiträume exklusive Veranstaltungen in London und Schottland organisiert haben, bei denen hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft anwesend waren.

Hintergründe

Ein leitender Beamter des Innenministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Unterlagen im Zuge einer routinemäßigen Überprüfung von Finanzflüssen seit 2017 entdeckt wurden. Die Akten enthalten Flugbuchungen auf privaten Jets, die von einem Unternehmen mit Sitz in Guernsey ausgestellt wurden, sowie Banküberweisungen in Höhe von insgesamt 12,4 Millionen Pfund an ein Offshore‑Konto, das laut Quellen mit Epsteins Privatstiftung verbunden ist. Ein weiterer Ordner beinhaltet verschlüsselte E‑Mails, in denen angeblich Gespräche über die "Optimierung logistischer Abläufe" für "exklusive gesellschaftliche Zusammenkünfte" geführt wurden.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des britischen Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, erklärte, dass die Dokumente Hinweise auf eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Office of the Prime Minister's Private Office und einem in London ansässigen PR‑Bureau geben, das laut interner Quellen vom Epstein‑Team beauftragt wurde, die öffentliche Wahrnehmung seiner Aktivitäten zu steuern.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Ein hochrangiger FBI‑Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, bestätigte, dass die amerikanischen Behörden bereits seit 2018 über ein gemeinsames Ermittlungsprotokoll mit britischen Stellen verfügen. "Wir teilen relevante Daten, um ein vollständiges Bild zu erhalten", sagte er in einem verschwiegenen Telefonat. In Westminster äußerte ein abgeordneter Oppositionspolitiker ernste Bedenken: "Sollten diese Informationen korrekt sein, stehen wir vor einer beispiellosen Herausforderung für die Integrität unserer Institutionen."

Ein Sprecher des britischen Geheimdienstes MI5 wies in einer offiziellen Stellungnahme darauf hin, dass keine konkrete Bedrohungslage vorliege, betonte jedoch die Notwendigkeit einer "umfassenden internen Überprüfung". International haben Medienhäuser in den USA, Australien und Kanada bereits angekündigt, eigene Recherchen zu starten, um mögliche Parallelen zu bereits veröffentlichten Epstein‑Dokumenten zu prüfen.

Ausblick

Die aktuelle parlamentarische Kommission für Ethik und Transparenz hat angekündigt, die Unterlagen in einer geschlossenen Sitzung zu prüfen und innerhalb von drei Monaten einen Bericht zu veröffentlichen. Inzwischen fordert die britische Opposition ein unabhängiges parlamentarisches Untersuchungsgremium, das befugt sein soll, sämtliche Finanzströme und Kontakte bis zum Jahr 2015 zu beleuchten.

Analysten des unabhängigen Think‑