Der Bitcoin-Kurs hat in den frühen Morgenstunden des Handelstages die psychologisch bedeutsame Marke von 69.000 US-Dollar übersprungen und damit den höchsten Stand seit dem Allzeithoch im November 2021 erreicht. Nach Daten des Bloomberg-Terminals bewegte sich der Kurs bis 09:45 MEZ bei 69.120 Dollar, was einem Plus von 5,8 Prozent innerhalb von 24 Stunden entspricht. Die Marktkapitalisierung des führenden Krypto-Assets stieg damit auf insgesamt 1,35 Billionen Dollar.

Hintergründe

Mehrere an der Wall Street ansässige Risikoanalysten, die für diese Redaktion unter der Bedingung der Anonymität sprachen, weisen auf eine direkte Korrelation zwischen den jüngstenNachrichten aus dem Nahen Osten und der Kursentwicklung hin. „Abbildung 3 in unserer heutigen Morgenpublikation zeigt die inverse Beziehung zwischen dem Iran-Risikoindex und der Bitcoin-Performance über die letzten 90 Tage“, erklärte ein leitender Analyst einer europäischen Großbank. „Die Wahrnehmung einer verminderten Eskalationsgefahr im ölreichen Golfstaat entzieht dem Bitcoin seine traditionelle Funktion als geopolitische ‚Safe-Haven‘-Absicherung kurzfristig die Grundlage, was paradoxerweise zu einer Risikobereitschaft im Kryptosektor führt.“

Ein Mitarbeiter des Börsenaufsichts-Softwareanbieters Chainalysis, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion ungewöhnlich hohe Volumen-Spikes an Handelsplätzen in Singapur und Zürich zwischen 04:00 und 06:00 UTC. „Die Bewegung wurde von institutionellen Block-Trades (>500 BTC) angetrieben, nicht von Retail-Investoren“, so die Quelle. Zudem deuten Daten des On-Chain-Analyse-Tools Glassnode auf einen signifikanten Abfluss von Bitcoin von den bekannten Börsen-Wallets hin, was typisch für eine Halte-Phase („HODL“) sei.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Das Bundesfinanzministerium äußerte sich auf Anfrage zurückhaltend. Ein Mitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden wollte, erklärte: „Wir beobachten die Entwicklungen am Kryptomarkt weiterhin mit der gebotenen Aufmerksamkeit. Die Volatilität unterstreicht die Notwendigkeit eines robusten, EU-weiten Regulierungsrahmens wie MiCA.“ In den USA reagierte man im Treasury Department ähnlich distanziert: „Digitale Assets bleiben ein sich schnell entwickelndes Feld mit inhärenten Risiken für Verbraucher und Marktintegrität.“

Ganz anders die Reaktionen aus der Krypto-Industrie. Der CEO einer auf institutionelle Krypto-Depots spezialisierten Firma in New York sprach von einem „lang erwarteten Befreiungsschlag“: „Die institutionelle Adoption schreitet unaufhaltsam voran, und dieser Preispunkt ist ein klares Signal, dass das Asset reifer wird. Die Korrelation zu traditionellen Risiko-Assets nimmt ab.“ Ein Sprecher eines großen Krypto-Fonds in Zug betonte hingegen: „Wir sehen keine fundamentale Änderung der Risikoparameter. Dies ist eine technisch getriebene Gegenbewegung in einem breiteren Abwärtstrend. Die Volatilität wird zurückkehren.“

Ausblick

Die technische Analyse deutet auf einen nächsten Widerstand bei 71.500 Dollar hin, einer kürzlich aktualisierten Fibonacci-Retracement-Ebene. Sollte diese durchbrochen werden, wäre das Allzeithoch bei 69.000 Dollar (korrigiert für frühere Börsen) das nächste Ziel. Allerdings warnen Chartanalysten vor einem möglichen „Bear-Trap“: Ein Rückgang unter die 50-Tage-Durchschnitts-Linie bei 67.200 Dollar könnte eine größere Korrektur bis zur 200-Tage-Linie bei 58.400 Dollar auslösen.

Makroökonomisch bleibt der Ausblick durch die uneinheitliche Signale der Federal Reserve und die anhaltende Debatte über US-Staatsanleihen belastet. „Die Annahme, dass Bitcoin immun gegen monetaire Poltik ist, wurde in den letzten Zinszyklen widerlegt“, so eine anonyme Quelle aus dem Research-Bereich eines großen US-Investmentbanks. „Ein hawkisherer Fed-Vorsitzender Powell im Dezember könnte diese Rallye innerhalb von Stunden beenden.“ Langfristig, so der Konsens unter den für diese Geschichte Befragten, bleibe die Aufwärtstrend intakt, allerdings auf einem deutlich höheren Niveau der Volatilität. Die aktuelle Bewegung wird überwiegend als „technische Erholung in einem strukturellen Bärenmarkt“ klassifiziert.

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