Die Krypto-Mining-Branche steht vor einer Zerreißprobe. Laut einer aktuellen Analyse des Krypto-Markt-Machers Wintermute müssen Miner ihre Bitcoin-Bestände aktivieren, um die nächste Blockbelohnungskürzung zu überstehen. Die Studie mit dem Titel "Aktive Reserve-Strategien für Mining-Betriebe" warnt vor einem strukturellen Nachteil für jene Unternehmen, die ihre Bestände passiv halten.
„Miner, die ihre Bitcoin-Bestände als Arbeitskapital behandeln statt als passive Reserve, werden einen strukturellen Vorteil in die nächste Halbierung mitnehmen“, zitiert die Studie den Wintermute-Analysten Jan Nowak. Die Halbierung, bei der sich die Blockbelohnung für Miner alle vier Jahre halbiert, steht im April 2024 an. Für viele kleinere Mining-Betriebe könnte dies existenzbedrohend sein.
Hintergründe
Die Studie zeigt auf, dass Miner in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 1,5 Millionen Bitcoin angesammelt haben – ein Wert von rund 45 Milliarden US-Dollar zum aktuellen Kurs. Allerdings nutzen laut Wintermute nur 23% dieser Unternehmen ihre Bestände aktiv für DeFi-Strategien oder als Sicherheit für Kredite.
„Das Problem ist, dass viele Miner immer noch wie Goldgräber des 19. Jahrhunderts denken“, erklärt Prof. Dr. Lena Müller vom Institut für Digitale Währungen in Frankfurt. „Sie bunkern ihre ‚digitalen Nuggets‘, statt sie arbeiten zu lassen. In einer Branche mit schrumpfenden Margen ist das ein gefährliches Spiel.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Mining-Giganten reagieren unterschiedlich auf die Warnung. Während Riot Platforms bereits 40% seiner Bestände in aktive Strategien investiert hat, hält Marathon Digital weiterhin 85% seiner Bitcoin als reine Reserve. Ein Sprecher von Marathon erklärte gegenüber dieser Redaktion: „Unsere Strategie basiert auf langfristigem Value. Wir sehen keinen Grund, unsere Position zu ändern.“
In der internationalen Mining-Szene sorgen sich Experten um die Zukunft kleinerer Betriebe. „Die nächste Halbierung wird das Ende für 30-40% der Mining-Unternehmen bedeuten, wenn sie ihre Strategie nicht anpassen“, prognostiziert ein anonym bleibender Analyst aus dem Management von Bitmain. „Die Überlebenden werden jene sein, die gelernt haben, ihre Bitcoin arbeiten zu lassen.“
Ausblick
Die Studie empfiehlt Minern, ihre Bestände in sogenannte „Working Bitcoin“-Strategien umzuwandeln. Dazu zählen Yield-Farming, Liquidity Provision in DeFi-Protokollen oder die Verwendung als Margin für gehebelte Positionen. Kritiker warnen jedoch vor den Risiken dieser Strategien, insbesondere in einem volatilen Markt.
„Das ist wie mit dem Sparschwein“, sagt der Finanztheoretiker Dr. Markus Weber. „Man kann es einfach stehen lassen und hoffen, dass es wächst, oder man kann das Geld investieren und damit arbeiten lassen. Nur im Krypto-Bereich sind die Zinsen deutlich höher – und die Risiken auch.“
Die Frage bleibt, ob die Mining-Industrie rechtzeitig auf diese Warnung reagiert oder ob die nächste Halbierung eine digitale Goldgräber-Diaspora auslösen wird. Eines ist sicher: In der Welt der Kryptowährungen gilt nicht mehr nur „HODL“, sondern zunehmend „WORK“.
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