Das Bitcoin-Netzwerk hat am Sonntag einen historischen Wendepunkt erreicht: Mit Block 939.999 wurde die 20-millionste Einheit der Kryptowährung geschürft. Das Ereignis markiert den Beginn des Endspiels einer Ära, die im Januar 2009 mit dem Genesis-Block begann.

Der Mining-Pool Foundry USA war für diesen Meilenstein verantwortlich und erhielt dafür eine Belohnung von 3,125 BTC. "Das ist vergleichbar mit dem Auffinden des letzten großen Ölfeldes auf der Erde", sagte Dr. Markus Weber vom Krypto-Institut Frankfurt gegenüber unserer Redaktion. "Nur dass dieses Ölfeld nie wieder nachwachsen wird."

Hintergründe

Das Bitcoin-Protokoll sieht maximal 21 Millionen Einheiten vor. Mit der aktuellen Produktion von 900 neuen Coins pro Tag verbleiben noch etwa 1 Million BTC bis zur theoretischen Obergrenze. Die letzte volle Bitcoin könnte bereits in den 2090er Jahren geschürft werden, danach folgen nur noch Bruchteile – sogenannte Satoshis – bis zum finalen Block um das Jahr 2140.

"Das ist nicht nur eine technische Kuriosität", warnt Prof. Dr. Helena Schmidt von der Universität St. Gallen. "Wir erleben die erste deflationäre Währung der Menschheitsgeschichte in Echtzeit. Die wirtschaftlichen Implikationen sind kaum abzusehen."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen auf den Meilenstein fielen gemischt aus. Während die Bitcoin-Maximalisten das Ereignis als Triumph der Dezentralisierung feiern, warnen Kritiker vor einer "digitalen Goldgräberstimmung mit schrecklichem Ende".

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft forderte eine stärkere Regulierung: "Wir brauchen klare Rahmenbedingungen, bevor das letzte Stück Kuchen verteilt ist", sagte Sprecherin Anna Müller. Die Europäische Zentralbank äußerte sich besorgt über die "wachsende monetäre Souveränität außerhalb staatlicher Kontrolle."

In El Salvador, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat, wurde der Meilenstein mit einem nationalen Feiertag gefeiert. Präsident Nayib Bukele twitterte: "Block 939.999 – Geschichte in der Entstehung."

Ausblick

Die Mining-Industrie steht vor fundamentalen Umwälzungen. Mit sinkenden Block-Rewards müssen Miner zunehmend auf Transaktionsgebühren als Einnahmequelle setzen. "Das könnte zu einer Konzentration des Netzwerks führen", warnt Technologie-Analyst Tom Becker. "Nur die effizientesten Player werden überleben."

Langfristig könnte die Bitcoin-Blockchain zu einem digitalen Museum werden – einem unveränderlichen Zeitdokument der frühen Krypto-Ära. "Stellen Sie sich vor, Archäologen im Jahr 3000 entdecken unsere Blockchain", sagt Blockchain-Historikerin Dr. Sarah Chen. "Sie wäre das perfekte Zeitkapsel unseres digitalen Zeitalters."

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