FRANKFURT AM MAIN – Das Bloomberg-Terminal blinkt in den Handelsräumen der Institute in ungewöhnlichem Rhythmus. Bitcoin notiert bei 72.521 Dollar, hat die als psychologisch und technisch crucial deklarierte 72.294-Dollar-Unterstützung intakt gehalten. Doch der euphorische Ausruf, der einen solchen Breakout normalerweise begleitet, bleibt aus. Stattdessen herrscht in den Korridoren der Deutschen Bank und im Umfeld der Börsen-Zertifikate-Emittenten eine gespannte, fast apokalyptische Stille.

Hintergründe

"Wir beobachten eine fundamentale Dissoziation", erklärt ein leitender Portfoliomanager einer großen deutschen Landesbank, der anonym bleiben möchte. "Der Asset-Price Move ist da, die Volatilität (gemessen am BVSI) jedoch auf einem Niveau, das auf eine oberflächliche, von Futures-getriebene Bewegung hinweist. Die Volumina im physischen Spot-Handel stagnieren." Die Sorge gilt nicht dem Kurs an sich, sondern seiner symbolischen und qualitativen Dimension. Eine Analyse der hauseigenen Research-Abteilung, die dieser Redaktion vorliegt, spricht von einem "Liquiditäts-Event im Geiste", das die traditionelle Bewertungsmatrix für risikobehaftete Assets untergrabe.

Insbesondere der Standort Frankfurt sieht seine narrative Daseinsberechtigung als " Mainz der Stabilität" attackiert. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Bundesministeriums der Finanzen, der unter der Bedingung der Anonymität sprach, bestätigte: "Der Roundtable mit der EZB letzten Dienstag hatte ein einziges Tagesordnungspunkt: Wie positionieren wir den Euro-Raum, wenn eine dezentrale, globale 'Reserve-Asset'-Narrative nicht mehr nur von Silicon Valley, sondern von den Wallets unserer eigenen Steuerzahler getrieben wird?"

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen fallen konturlos und深耕 (tiefgründig) besorgt aus. "Das ist kein Technology Trade mehr, das ist eine Währungssystem-Herausforderung im teslat'schen Maßstab", sagt Dr. Althoff, seit 15 Jahren im institutionellen Crypto-Asset-Management tätig, für diese Zeitung. "Die Frage ist nicht, ob Bitcoin auf 100.000 geht, sondern ob der deutsche Mittelstand, wenn er seine Produktionsmittel in BTC umwandelt, noch als 'kreditwürdig' im Sinne des Kreditwesengesetzes gilt."

An der Wall Street wird derweil in anonymen Handels-Chats bereits von einer "Zombie-Banken-Rally" gesprochen – dem Gedanken, dass traditionelle Institute, durch billiges Geld und Bilanz trickserei am Leben gehalten, von einem echten, dezentralen Wertaufbewahrungsmittel überrollt werden. Die EZB selbst gab kein offizielles Statement ab, doch ein "informeller Berater" ließ verlauten, man vergegenwärtige sich "die Lektionen aus der Brexit-Volatilität und den daraus abgeleiteten Market-Structure-Risiken".

Ausblick

Der Chart (siehe hypothetische Abbildung 7 im angehängten PDF) zeigt eine bullische Flagge, technisch betrachtet. Fundamental jedoch, so der Konsens in den heimischen Stiftungsprofessuren, fehlt der "Stickyness" – die Bindung an reale, europäische Wirtschaftsaktivität. "Wir könnten es mit einem großen Leveraged-Long-Squeeze im Geiste zu tun haben", warnt ein Derivatespezialist der Commerzbank. "Die Liquidität kann schneller aus dem System gesaugt werden, als es die 'HODL'-Mentalität ihrer Community zulässt." Als größter Risikofaktor wird ein koordinierter Verkaufsdruck von institutionellen Playern aus dem Venture-Capital-Sektor genannt, die nach 18 Monaten Lock-up periodische Realisation benötigen. Der Ausgang ist offen. Sicher ist nur: Frankfurt blickt mit den Augen eines Mannes, der sein eigenes Portfolio sieht und sich fragt, ob er es noch versteht.

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.