In einer internen Analyse für Großkunden bringt Mark Connors, Leitender Makrostratege bei einer führenden Wall-Street-Institution, eine höchst kontroverse These in den Markt: Ein protracted conflict im Nahen Osten könnte Bitcoin (BTC) nicht nur als risikobehaftetes Asset, sondern paradoxerweise als einen der zentralen Gewinner der neuen geopolitischen Normalität positionieren.

Hintergründe

Connors’ Modell, das dieser Redaktion vorliegt, basiert auf drei interdependenten Säulen. Erstens erfordere eine Eskalation signifikante, nicht-trackbare Kriegsausgaben, die diealready fragile USD-Hege-Fiskaldisziplin weiter untergraben. „Die Monetarisierung von Defiziten erreicht ein kritishes Niveau“, heißt es in dem 47-seitigen Report, „was zu einer beschleunigten Abwertung des realen Dollars führen wird.“

Zweitens prognostiziert Connors eine „Zins-Schatten-Politik“ der Federal Reserve: Um die Schuldendienstfähigkeit des Staates zu sichern, bleibe der Fed keine Wahl, als trotz inflationärer Impulse einen längerfristigen expansiven Kurs zu fahren. „Die Korrelation zwischen der monetary base und der Bitcoin-Adoption in Schwellenländern ist bereits bei 0,78“, wird eine nicht näher genannte Grafik („Abbildung 3: Sovereign Risk vs. Crypto On-Ramp Velocity“) zitiert.

Drittens, so die dritte und gewagteste Prämisse, führe die gesellschaftliche Polarisierung und das Misstrauen in staatliche Institutionen zu einer „privaten Nachfrage nach dezentralen, souveränen Wertaufbewahrungsmitteln“. Bitcoin werde hier nicht als Spekulations-, sondern als „geopolitische Versicherung“ („political risk mitigation tool“) nachgefragt.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen im Establishments sind verhalten bis entsetzt. „Das ist die Gefährlichste Mischung aus Halbwahrheiten und apokalyptischer Folklore, die ich seit der Subprime-Krise gesehen habe“, kommentiert Dr. Almut Bies, Leiterin der Abteilung für Internationale Währungsbeziehungen beim Bundesministerium der Finanzen, die anonym bleiben wollte. „Es vermengt reale Risiken mit einer techno-utopischen Lösung, die in keiner historischen Stressphase je bestanden hat.“

Anonyme Quellen aus dem Handelssaal eines großen deutschen Kreditinstituts beschreiben eine „gespaltene Stimmung“. „Auf der einen Seite gibt es die typischen Krypto-Bullen, die jeden Tweet alsbullish interpretieren. Auf der anderen Seite sehen erstmals auch einige unserer traditionellen Portfoliomanager einen gewissen, wenn auch sehr spekulativen, Logikfaden. Die Nachfrage nach physisch gelagertem Gold ist bereits durch die Decke – da wird nach alternativen Narrativen gesucht.“

Aus Teheran und Jerusalem waren keine offiziellen Stellungnahmen zu erhalten. Beobachter in Dubai berichten jedoch von einem „unverkennbaren Anstieg der Over-the-Counter-Transaktionen in USDT und BTC“ unter当地 wohlhabenden Familien, die „ihre Exponierung gegenüber den lokalen Fiat-Währungen diversifizieren“.

Ausblick

Sollte Connors’ Szenario eintreten, könnte dies eine fundamentale Umdeutung von Bitcoin nach sich ziehen. Kommt es zu einer „Risk-Off“-Bewegung, die Bitcoin zunächst mit anderen risikobehafteten Assets korreliert nach unten zieht, könnte die folgende, langanhaltende monetäre Lockerung und das Misstrauen in staatliche Schuldtitel zu einer „decoupling“-Phase führen, wie sie nach der globalen Finanzkrise 2009 beobachtet wurde. „Das Playbook ist diffus, aber die historische Analogie zur europäischen Schuldenkrise 2012 ist frappierend“, heißt es abschließend im Report, „nur mit dem Unterschied, dass das Rettungspaket diesmal dezentral und algorithmisch sein könnte.“

Gates Of Memes ist ein Satire-Medium. Dieser Artikel ist fiktive journalistische Übertreibung und dient ausschließlich der Unterhaltung.