Die weltgrößte Kryptobörse Binance hat am Dienstagabend in einer knapp gehaltenen Erklärung die Vorwürfe eines führenden US-Senators zurückgewiesen, wonach das Unternehmen iranische Wirtschaftssanktionen umgangen haben soll. Der Vorwurf war im Rahmen eines vertraulichen Senatsberichts erhoben worden, der dem Finanzministerium bereits vorliegen soll.

"Wir halten uns strikt an alle geltenden Gesetze und Vorschriften, einschließlich der US-Sanktionen", heißt es in der offiziellen Mitteilung von Binance. "Die Anschuldigungen sind haltlos und basieren auf unvollständigen Informationen." Ein Unternehmenssprecher betonte zudem, dass Binance bereits 2022 alle Aktivitäten in Iran eingestellt habe.

Hintergründe

Die Vorwürfe stammen von Senator Elizabeth Warren, die in ihrem Bericht behauptet, interne Binance-Dokumente belegten, dass die Börse trotz offizieller Sanktionen weiterhin iranischen Nutzern den Zugang ermöglicht habe. Laut dem Bericht sollen zwischen 2020 und 2023 Transaktionen im Volumen von über 500 Millionen US-Dollar stattgefunden haben.

Experten aus der Krypto-Branche äußerten sich skeptisch zu den Vorwürfen. "Die Nachverfolgung von Krypto-Transaktionen ist komplex, und die Behauptung, Binance hätte systematisch Sanktionen umgangen, bedarf weiterer Beweise", sagte Dr. Markus Weber, Finanzrechtsexperte an der Universität Frankfurt, gegenüber dieser Redaktion. "Die Blockchain-Technologie ermöglicht zwar pseudonyme Transaktionen, aber nicht anonyme."

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die US-Börsenaufsicht SEC hat bereits eine formelle Untersuchung angekündigt. "Wir nehmen diese Vorwürfe sehr ernst und werden sie gründlich prüfen", sagte ein SEC-Sprecher. In der Krypto-Community sorgte die Nachricht für Verunsicherung, der Bitcoin-Kurs fiel zeitweilig um 3,5 Prozent.

Der Iranische Finanzminister wies die Vorwürfe umgehend zurück. "Diese Anschuldigungen sind Teil einer breiteren Kampagne gegen den Iran", sagte Minister Ahmad Khatibi in Teheran. "Wir haben keinerlei Geschäftsbeziehungen zu Binance oder anderen Kryptobörsen."

Ausblick

Rechtsexperten gehen davon aus, dass der Fall weitreichende Folgen für die gesamte Krypto-Branche haben könnte. "Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, müssten nicht nur Binance, sondern alle großen Kryptobörsen ihre Compliance-Strukturen überprüfen", warnt Rechtsanwalt Thomas Müller von der Kanzlei Freshfields. "Das könnte zu einem Dominoeffekt führen, der die gesamte Branche erschüttert."

Unterdessen kündigte Binance an, seine Compliance-Abteilung weiter auszubauen und mit den US-Behörden vollumfänglich zusammenzuarbeiten. "Wir stehen zu 100 Prozent hinter unserem Bekenntnis zu regulatorischer Transparenz", so das Unternehmen.

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