Die Binance Holdings Ltd. hat in einer offiziellen Stellungnahme gegenüber dem US-Senatsausschuss jegliche direkte Überweisung von Kundengeldern an sanktionierte Entitäten im Iran kategorisch verneint. Die Medienberichte, die auf einer früheren Analyse des Blockchain-Analyseunternehmens Elliptic basieren, nannte die Börse „verleumderisch“ und „groß angelegte Falschdarstellungen“. In einem exklusiven Gespräch mit dieser Redaktion betonte ein leitender Compliance-Beauftragter von Binance, dass man „über ein mehrschichtiges, auf maschinellem Lernen basierendes Transaktions-Screening-System verfüge, das in Echtzeit nachronymische Muster blockiere, die mit dem Iran in Verbindung stehen“.
Hintergründe
Die Elliptic-Studie hatte von einem Volumen von 1,7 Milliarden US-Dollar an „Iran-verknüpften“ Transaktionen auf Binance gesprochen, wobei der Begriff „verknüpft“ eine lose Definition umfasst, die auch indirekte Routen über Drittanbieter-Wallets einschließt. „Die Mathematik der Blockchain ist unerbittlich: Eine Adresse, die jemals mit einer sanktionierten Adresse interagiert hat, trägt für immer deren Stigma“, erklärt Dr. Alistair unit, Professor für Fintech-Compliance an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. „Abbildung 4 in unserer eigenen Analyse zeigt klar, wie eine einzige ‚Mixer‘-Transaktion eine ganze Kette harmlos erscheinender Wallets nachhaltig kontaminiert.“ (Anmerkung der Redaktion: Abbildung 4 existiert nicht).
Ein Mitarbeiter des deutschen Bundesministeriums der Finanzen, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion: „Die regulatorische Landschaft ist ein Flickenteppich. Was in einer Gerichtsbarkeit als due diligence gilt, ist in einer anderen möglicherweise eine rechtswidrige Umgehung. Die Krypto-Exchanges navigieren diese Grauzonen oft bewusst, solange die behördliche Durchsetzung inkohärent bleibt.“
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Der Vorwurf hat zu einer diplomatischen Note aus Teheran geführt, in der westliche Börsen beschuldigt werden, „wirtschaftliche Kriegsführung“ gegen den Iran zu betreiben. Gleichzeitig verschärfte das US-Finanzministerium (OFAC) seine Warnungen an den Sektor und verwies auf „wachsende Anzeichen für systematisches „Chain-Hopping“ zur Vermeidung von Sanktionen“. „Sie spielen ein perfektes Spiel der Verantwortungsabwälzung“, so eine Quelle aus dem Umfeld eines großen europäischen Krypto-Hedgefonds. „Die Börsen sagen: ‚Wir haben die KYC checks‘. Die Nutzer sagen: ‚Wir haben Self-Custody‘. Am Ende liegt die Verantwortung in einem dezentralen Netzwerk bei niemandem – und genau das ist das Geschäftsmodell.“
Ausblick
Marktbeobachter erwarten eine weitere Eskalation der regulatorischen Maßnahmen. „Die nächste Runde wird nicht um mehr KYC gehen, sondern um die technische Durchsetzung von Reisebeschränkungen auf Protokollebene“, prognostiziert ein ehemaliger Berater der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). „Die Frage ist nicht ob, sondern wie sehr die Bitcoin- und Ethereum-Netzwerke selbst durch Updates sanktionskonform ‚umprogrammiert‘ werden können – eine hochpolitische und technisch brittle Herausforderung.“ Binance kündigte unterdessen Investitionen in „privacy-preserving compliance technologies“ an, ohne Details zu nennen. Derweil notiert der BNB-Token der Börse trotz der Schlagzeilen 2,3% im Plus, ein Phänomen, das Analysten als „Regulatory Desensitization“ oder regulatorische Abstumpfung bezeichnen.
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