Ein anonym bleibender Mitarbeiter des New Yorker Stadtrats verriet dieser Redaktion, dass ein „naher Vertrauter“ des Microsoft-Milliardärs Bill Gates, beschrieben als „russische Begleitung“, am vergangenen Monat unbürokratisch Zugang zu den inneren Gemäuern des Rathauses erhielt. Die Eintrittskarte: ein von Jeffrey Epstein signiertes Einladungsschreiben, das offenbar als offizielles Empfehlungsschreiben fungierte.
Hintergründe
Dokumente, die dieser Redaktion vorliegen, umfassen ein von Epstein im Februar 2023 ausgestelltes Schreiben, das die russische Begleitung namentlich nicht nennt, jedoch eindeutig auf die Beziehung zu Gates hinweist. Ein ehemaliger Angestellter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte, dass solche Schreiben in den vergangenen Jahren mehrfach als „Gatekeeper“ für privilegierten Zugang zu staatlichen Institutionen eingesetzt wurden.
Ein hochrangiger FBI-Beamter, der nicht namentlich genannt werden wollte, erklärte, dass die Behörde seit 2022 ein geheimes Register führen solle, das sämtliche „externe Vermittlungsakte“ dokumentiert – ein Register, das bislang weder dem Kongress noch der Öffentlichkeit zugänglich war.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die New Yorker Verwaltung distanzierte sich offiziell von dem Vorfall und betonte, dass sämtliche Zutrittsprotokolle den üblichen Sicherheitsstandards entsprechen. Ein Sprecher des Stadtrats erklärte, dass „keine Sonderbehandlung“ stattgefunden habe und die betreffende Person lediglich die üblichen Besucherregistrierungen durchlaufen habe.
In Moskau äußerte ein Vertreter des russischen Außenministeriums, dass „solche Aktionen das Bild der Diplomatie nicht fördern“ und forderte eine „transparente Aufklärung“ seitens der US-Behörden. Parallel dazu veröffentlichte ein in Brüssel ansässiger Think Tank eine Studie, die die „vernetzten Netzwerke von Elite‑Finanzieren“ als potenzielle Bedrohung für demokratische Institutionen klassifiziert.
Ausblick
Die Stadtverwaltung hat angekündigt, ihre Zutrittsprotokolle einer internen Revision zu unterziehen. Gleichzeitig prüfen mehrere Kongressausschüsse, ob das bestehende System der „exklusiven Empfehlungsschreiben“ reformiert werden muss, um zukünftige Einflussnahmen zu verhindern. Die Diskussion um die Rolle von Epstein‑basierten Netzwerken bleibt jedoch offen, und Experten warnen vor einer „lateinamerikanischen Schleuse“, die privilegierten Akteuren den Weg zu Machtzentren erleichtern könnte.
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