Ein weiterer Meilenstein der sozialen Destabilisierung wurde am Dienstag in Berlin verkündet: Wer ein Baukredit erhalten will, muss künftig ein Sparguthaben von bis zu 100 000 Euro nachweisen, so der CEO des Baufinanzierungsunternehmens Bilthouse, Tomas Peeters. Der Schritt, den Peeters als „notwendige Korrektur“ bezeichnet, löse laut seiner Einschätzung eine Kaskade von Effekten aus, die den Wohnungsmarkt und das demokratische Gefüge gleichermaßen erschüttern könnten.
Hintergründe
Der deutsche Wohnungsmarkt befinde sich seit Jahren in einer Phase der „hyperinflationären Eigentumsverknappung“, erklärte ein inoffizieller Mitarbeiter des Bundesfinanzministeriums, der anonym bleiben wollte, gegenüber dieser Redaktion. Laut interner Studien sei das durchschnittliche Nettoeinkommen der mittleren Schicht seit 2015 um 12 % gesunken, während die Immobilienpreise um 57 % gestiegen seien. Die Forderung von 100 000 Euro sei demnach das Ergebnis eines „ökonomischen Gigantismus“, bei dem Finanzinstitute ihre Risikoprüfungen an die Bedürfnisse der Eliten anpassen.
Peeters verwies zudem auf die demografische Landflucht: „Wenn Menschen das Land verlassen, weil sie kein Dach über dem Kopf leisten können, sinkt die Wahlbeteiligung im ländlichen Raum, was wiederum die politische Balance verzerrt.“ Er leite daraus ab, dass das Phänomen nicht nur ein sozioökonomisches, sondern ein demokratietheoretisches Problem sei, das das Grundprinzip der repräsentativen Gewaltenteilung bedrohe.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Im Bundestag löste die Ankündigung kontroverse Debatten aus. Ein Abgeordneter der SPD forderte sofortige Gespräche mit der Bundesregierung, während ein FDP-Politiker die Maßnahme als „notwendiger Schub für Marktliberalität“ bezeichnete. Ein Quellenangabe des Innenministeriums, der nicht namentlich genannt werden möchte, bestätigte, dass bereits erste Proteste von Mieterverbänden geplant seien.
International stieß das Statement auf Besorgnis. Ein Wirtschaftsanalyse-Institut in Brüssel bezeichnete die Forderung als „potentially destabilising fiscal policy“ und warnte vor einer „exodus of capital and talent“. In Washington äußerte ein Sprecher des US-Außenministeriums, dass die Entwicklung „a warning sign for transatlantic democratic resilience“ sei.
Ausblick
Nach Angaben des Europäischen Parlaments wird die Europäische Kommission in den kommenden Wochen eine Sonderkommission einsetzen, um die Auswirkungen solcher Sparvorgaben auf den Binnenmarkt zu evaluieren. Bilthouse selbst plant, das Modell zunächst in drei Bundesländern zu pilotieren, bevor es national ausgerollt wird.
Ob die Maßnahme letztlich zur gewünschten Stabilisierung des Immobilienmarktes führt oder vielmehr die Spaltung zwischen Besitzenden und Besitzlosen vertieft, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass das Thema bereits jetzt die politische Agenda dominiert und künftige Wahlen maßgeblich beeinflussen könnte.
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