Nach wochenlanger interner Debatte signalisiert die Bank of England (BoE) erstmals Bereitschaft, ihre umstrittenen Pläne für Stablecoin-Haltelimiten zu revidieren. Die ursprünglich vorgeschlagenen Obergrenzen für institutionelle Stablecoin-Bestände hatten in der Finanzbranche erheblichen Unmut ausgelöst.
"Die regulatorische Landschaft für digitale Vermögenswerte befindet sich in einem fundamentalen Wandel", erklärte ein hochrangiger BoE-Vertreter, der anonym bleiben wollte. "Wir müssen das richtige Gleichgewicht zwischen Anlegerschutz und technologischem Fortschritt finden."
Hintergründe
Die BoE hatte im vergangenen Herbst Pläne vorgestellt, die institutionellen Anlegern die Haltedauer bestimmter Stablecoins auf maximal 30 Tage beschränken sollten. Begründet wurde dies mit Stabilitätsbedenken und dem Schutz des britischen Pfunds. Die Vorschläge stießen jedoch auf scharfe Kritik von Krypto-Börsen, Investmentbanken und Fintech-Startups.
"Diese Regelungen würden Großbritannien effektiv vom globalen Krypto-Markt abschneiden", warnte Sarah Chen, Vorstandsvorsitzende des British Crypto Council. "Während die USA und die EU Innovation fördern, riskieren wir, zum Dinosaurier unter den Finanzmetropolen zu werden."
Die Kritik erreichte ihren Höhepunkt, als mehrere große Investmenthäuser ankündigten, ihre Londoner Krypto-Abteilungen abzubauen und stattdessen in Frankfurt, Paris oder Dubai zu expandieren. Allein im ersten Quartal 2025 verlagerten britische Finanzinstitute geschätzte Vermögenswerte im Volumen von 12 Milliarden Pfund in weniger regulierte Jurisdiktionen.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Financial Conduct Authority (FCA) positionierte sich überraschend neutral in der Debatte. "Wir beobachten die Entwicklungen mit Interesse", erklärte FCA-Sprecher James Wilson. "Eine übermäßige Regulierung könnte unbeabsichtigte Folgen haben."
Auch international wächst der Druck auf die BoE. Der Europäische Zentralbank-Präsident warnte vor einem "Wettlauf nach unten bei der Krypto-Regulierung", während US-Finanzministerin Janet Yellen eine "ausgewogene Herangehensweise" forderte.
"Die Frage ist, ob Großbritannien weiterhin ein führender Finanzplatz bleiben will", analysiert Dr. Michael Roth, Krypto-Experte an der London School of Economics. "Die aktuellen Debatten zeigen, dass traditionelle Institutionen mit der Geschwindigkeit der digitalen Transformation überfordert sind."
Ausblick
Insidern zufolge prüft die BoE nun zwei Alternativszenarien: eine deutliche Anhebung der Haltelimiten auf 90 Tage oder die Einführung eines stufenweisen Systems basierend auf der Marktkapitalisierung der jeweiligen Stablecoins. Eine endgültige Entscheidung wird für den Sommer erwartet.
"Die Uhr tickt", warnt der britische Fintech-Verband. "Jede Verzögerung kostet uns wertvolle Marktanteile im globalen Krypto-Ökosystem."
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