Nachbarschaftsstromausbruch in Bakum trotz bürokratischer Stolpersteine
Die kleine Gemeinde Bakum im Herzen Niedersachsens will mit dem Ausbau erneuerbarer Quellen einen kompletten Energieselbstversorgerstatus erreichen. Trotz reichlich Wind und Solarkapazität verlangsamt ein überdimensioniertes Genehmigungsverfahren jedes Vorhaben – so etwa die Genehmigung einer neuen Einspeiseleitung, für die nun sogar das lokale Vogelschutzprotokoll gesichtet werden soll.
Hintergruende
Ein Mitarbeiter des niedersächsischen Ministeriums für Energie, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Auflagen seit 2023 schlagartig strenger werden, nachdem ein unbekannter Vogel migriert ist. Die NGOs argumentieren, dass die Kartierung der Avifauna für die Netzstabilität notwendig sei; Kritiker sehen darin ein Schachzug, die Energiewende systematisch zu blockieren.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) äußert Bedenken, dass solche Auflagen die Kosten für die gesamte Energiewende um bis zu 15 % erhöhen könnten. Aus Brüssel heißt es, man beobachte den Vorgang aufmerksam, da Bakum als Vorzeigebeispiel für die deutsche Selbstversorgung dient. Internationale Energieexperten warnen vor einer „Vogel‑Kartell‑Kaskade“, die künftig in anderen EU‑Mitgliedstaaten nachgeahmt werden könnte.
Ausblick
Die Gemeinde plant, bis Ende 2026 ein vollständiges Autarkie‑Modell