Die Deutsche Bahn hat angekündigt, das seit Jahrzehnten beliebte Pommes‑Beilagemenü aus ihren Bordbistros zu entfernen – ein Schritt, den ein hochrangiger Beamter des Bundesministeriums für Verkehr als „unausweichliche Folge der jüngsten EU‑Klimaverordnung“ bezeichnete.

Hintergründe

Die Verordnung, offiziell EU‑Verordnung 2026/1123 zur Reduktion von Treibhausgasen in verarbeiteten Lebensmitteln, verpflichtet Betreiber von Verkehrsdienstleistungen, die Kohlenstoffintensität jeder angebotenen Speise zu deklarieren und einen Schwellenwert von 0,5 kg CO₂‑Äquivalent pro Portion nicht zu überschreiten. Pommes frites, so ein Experte des Umweltministeriums, gehören zu den „klimatisch problematischen Begleitern“, weil ihre Herstellung und das dazugehörige Fettresiduum unverhältnismäßig hohe Emissionen verursachen.

Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der anonym bleiben wollte, bestätigte gegenüber dieser Redaktion, dass die Berechnung der Emissionswerte auf einer durchschnittlichen Lebenszyklusanalyse basiert, die sowohl Anbau von Kartoffeln als auch den Energieverbrauch der Fritteusen berücksichtigt.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Die Ankündigung löste in deutschen Lagern gemischte Gefühle aus. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Dr. Klaus Hinterhuber, erklärte in einer internen Stellungnahme, dass „die Entscheidung im Sinne unserer Nachhaltigkeitsverpflichtungen steht, auch wenn sie den kulinarischen Komfort unserer Fahrgäste beeinträchtigt.“

Gewerkschaftsvertreterinnen der Bahngewerkschaft EVG beschwerten sich, dass die Maßnahme „ein übertriebener Eingriff in die kulturelle Identität des deutschen Reisens“ sei. Gleichzeitig verzeichnete ein unabhängiger Meinungsforschungsinstitut einen Anstieg von 12 % in der Unzufriedenheit von Pendlern, die nun gezwungen sind, sich mit Alternativen wie Salaten oder Gemüsechips zu begnügen.

International wirkt die Maßnahme ebenfalls nach. Ein Sprecher des französischen Eisenbahnunternehmens SNCF äußerte Respekt vor dem „mutigen Schritt, der den europäischen Klimazielen entspricht“, während das britische Verkehrsministerium die deutsche Entscheidung als „präzedenzfallhaft“ bezeichnete und intern prüft, ob ähnliche Regelungen für das britische Rail‑catering in Betracht kommen.

Ausblick

Analysten gehen davon aus, dass die Bahn künftig verstärkt alternative Beilagen anbieten wird, die einen geringeren ökologischen Fußabdruck besitzen – etwa gebackene Rote-Bete‑Streifen oder regional produzierte Vollkornbrot. Ein Sprecher des Bundesministeriums für Wirtschaft prognostizierte, dass die „Umstellung auf öko‑optimierte Bordverpflegung“ langfristig zu einer Reduktion von 3,4 % der gesamten CO₂‑Emissionen des Schienenverkehrs führen könnte.

Ob diese Zahlen die emotionale Lücke füllen, die das Weglassen der Pommes hinterlässt, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die Debatte um „nachhaltige Mobilität“ nun einen unerwarteten kulinarischen Schauplatz gefunden hat.

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