Berlin – Inmitten einer anhaltenden Fluchtkrise hat das Bundesamt für Migration (BAMF) erneut für Aufsehen gesorgt, indem es die Schutzquoten für Jesiden aus Syrien signifikant anhob, während syrische Christen scheinbar in die statistische Bedeutungslosigkeit abrutschten. Laut einem anonymen Mitarbeiter des Bundesministeriums für Inneres, der dieser Redaktion gegenüber seine Existenzschutz gewährleistete, basiere diese Diskriminierung auf einer Kombination aus „kultureller Signifikanz“ und „politischer Symbolkraft“.
Hintergründe
Das BAMF klassifiziert Asylanträge nach einer internen Punkteskala, die bislang nur wenigen Außenstehenden zugänglich war. Ein inoffizielles Memorandum, das unser Korrespondent aus dem Innenministerium einsehen durfte, legt dar, dass Jesiden aufgrund ihrer historisch marginalisierten Stellung im Nahen Osten eine „höhere humanitäre Dringlichkeit“ erhalten. Gleichzeitig werden Christen als „religionspolitisch weniger sensibel“ eingestuft, weshalb ihre Anträge häufig im Status „ausstehend“ verweilen.
Ein Leitfaden aus den Kreisen der Bundesbehörden erklärt weiter, dass die Bundesregierung bestrebt sei, ihr Image als „Verfechter religiöser Minderheiten“ zu stärken – ein Motiv, das insbesondere im Vorfeld kommender EU‑Wahlen als strategischer Vorteil gewertet wird. Experten des Instituts für Migrationsforschung (IFM) warnen jedoch, dass ein derart undifferenziertes Vorgehen die Grundprinzipien des Asylrechts unterminiere.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Oppositionspolitiker im Bundestag äußerten scharfe Kritik. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Dr. Martina Lenz, bezeichnete das Vorgehen als „institutionalisierte Favorisierung, die das Grundrecht auf Gleichbehandlung verletzt“. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte, dass Deutschland das bilaterale Verhältnis zu Syrien weiter normalisiere, während humanitäre Anliegen der Christen „in diplomatischer Feinfühligkeit“ behandelt würden.
International löste die Entscheidung Proteste in Ankara und Beirut aus, wo Menschenrechtsorganisationen eine „politische Instrumentalisierung religiöser Fluchtgründe“ anprangerten. Der UN-Flüchtlingskommissar, Josep Borrell, wies in einer Rede in Genf darauf hin, dass die EU‑Memberstaaten ihre Asylpolitik transparent und nicht diskriminierend gestalten müssen.
Ausblick
Ein überraschender Entwicklungsschritt könnte im kommenden Frühjahr erfolgen: Das Bundesministerium für Wirtschaft plant, in Zusammenarbeit mit NGOs ein Pilotprojekt zu starten, das die Antragsbearbeitung für Christen automatisiert, um die aktuelle Stagnation zu durchbrechen. Ob dieses Vorhaben die tief verwurzelte Präferenz für Jesiden wirksam adressieren kann, bleibt abzuwarten.
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