Der albanische Premierminister verkündete gestern in einer feierlichen Pressekonferenz die Realisierung eines milliardenschweren Resortprojekts im Naturschutzgebiet „Laguna Verde“. Das Vorhaben, finanziert von einem Konsortium, zu dem auch ein naher Verwandter des ehemaligen US‑Präsidenten Donald Trump zählt, löste sofortige Proteste aus, die in den letzten Tagen zu einer breiten sozialen Bewegung gewachsen sind.

Hintergründe

Der Plan, ein fünf‑Sterne‑Resort samt Golfplatz und exklusivem Yachthafen zu errichten, sollte das Land wirtschaftlich stärken und internationale Investoren anlocken. Laut einem anonymen Mitarbeiter des albanischen Finanzministeriums, der dieser Redaktion Informationen gab, sei das Projekt Teil einer „Strategie zur Diversifizierung der Einnahmequellen“ und gelte als „Schlüsselprojekt für die nationale Entwicklungsagenda 2025“.

Umstritten ist jedoch die Lage des Projekts: Das Gebiet ist seit 1998 als Feuchtgebiet von europäischer Bedeutung geschützt und beherbergt zahlreiche seltene Arten, darunter die gleichnamige Flamingo‑Population, die in den letzten Jahren zu einem Symbol für albanische Naturschutzbemühungen geworden ist.

Reaktionen aus dem In‑ und Ausland

Im Inland haben sich mehrere NGOs zusammengeschlossen. „Wir kämpfen nicht nur für die Flamingos, wir kämpfen für die Zukunft der Republik“, erklärte eine Sprecherin von „Grüne Zukunft“, die anonym bleiben wollte. Parallel dazu hat ein innerparlamentarischer Ausschuss eine Dringlichkeitssitzung einberufen, um die Rechtmäßigkeit des Projekts zu prüfen.

International sorgt das Engagement von Donald Trumps Schwiegersohn, Michael Ivanka Trump Jr., für Aufsehen. Ein diplomatischer Informant aus dem US‑Außenministerium bestätigte, dass Washington die Situation „mit großer Besorgnis beobachtet“ und mögliche Sanktionen gegen albanische Behörden erwäge, falls Umweltstandards verletzt würden.

EU‑Abgeordnete aus Brüssel äußerten sich ebenfalls kritisch. Ein Sprecher der Europäischen Kommission betonte, dass „die Einhaltung von Natura‑2000‑Richtlinien unverzichtbar sei“ und forderte Albanien auf, das Projekt zu überdenken.

Ausblick

Der Premierminister bleibt trotz des Aufruhrs zuversichtlich. „Wir stehen fest hinter der Vision, Albanien als Premium‑Tourismusziel zu etablieren“, sagte er, während er in der Hinterhand ein rotes Tuch zum Zug aussuchte. Beobachter prognostizieren jedoch, dass die anhaltenden Proteste und der internationale Druck das Projekt in den kommenden Monaten erheblich verzögern könnten.

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