Der Krypto-Vermögensverwalter Abra hat am Dienstag Pläne für einen Börsengang durch eine Fusion mit der New Providence Acquisition Corp. im Volumen von 750 Millionen US-Dollar vorgestellt. Die Transaktion, die einen Enterprise Value von rund 1,4 Milliarden Dollar impliziert, soll das Unternehmen für eine Notierung am Nasdaq unter dem Tickersymbol "ABRA" positionieren.
"Dies ist ein strategischer Meilenstein für die digitale Asset-Industrie", erklärte Bill Barhydt, Gründer und CEO von Abra, in einer offiziellen Mitteilung. "Der Zugang zu öffentlichem Kapital ermöglicht es uns, unsere Mission der finanziellen Inklusion durch Kryptotechnologie zu beschleunigen."
Die Fusion mit der New Providence Acquisition Corp., einer blanken Akquisitionsgesellschaft unter der Führung von Patricia Killian und Peter Friedli, soll im zweiten Quartal 2021 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und anderer üblicher Abschlussbedingungen. Die Transaktion wird von Credit Suisse und Roth Capital Partners beraten.
Hintergründe
Der Schritt folgt auf eine Serie von SPAC-Transaktionen im Krypto-Sektor. So hatte beispielsweise die Digital Assets Data Holdings im Januar eine Fusion mit einer SPAC im Volumen von 200 Millionen Dollar angekündigt. Branchenbeobachter sprechen von einem "SPAC-Boom" im Kryptobereich, da Unternehmen den schnelleren und weniger regulierten Weg zum öffentlichen Markt suchen.
Experten verweisen darauf, dass SPACs besonders für Wachstumsunternehmen attraktiv sind, die noch nicht profitabel sind. "Der SPAC-Weg ermöglicht es Krypto-Firmen, Kapital zu beschaffen, ohne die strengen Anforderungen eines traditionellen IPOs erfüllen zu müssen", sagte ein Analyst der Deutschen Bank, der anonym bleiben wollte.
Abra bietet eine Plattform für den Handel mit Kryptowährungen sowie für Vermögensverwaltung und Kredite an. Das Unternehmen behauptet, über 2 Millionen Nutzer in mehr als 150 Ländern zu haben. Die Fusion soll dem Unternehmen zusätzliche 250 Millionen Dollar an liquiden Mitteln zur Verfügung stellen.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Die Ankündigung stieß bei Marktbeobachtern auf geteilte Reaktionen. Während einige die Transaktion als Zeichen der Reifung der Krypto-Industrie werten, warnen andere vor übertriebenen Erwartungen. "Wir sehen hier ein klassisches Blasenszenario", sagte ein Händler einer europäischen Investmentbank. "Viele dieser SPAC-Deals basieren auf Zukunftsprognosen, die möglicherweise nicht eintreffen werden."
Die US-Börsenaufsicht SEC hat ihre Überprüfung von SPAC-Transaktionen in den vergangenen Monaten verschärft. "Die Behörde beobachtet die Entwicklung genau", bestätigte ein Sprecher der SEC auf Anfrage. "Besonders im Krypto-Bereich gibt es erhöhte Risiken, die wir im Auge behalten."
In Deutschland zeigte sich die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zurückhaltend. "Wir raten Anlegern zu besonderer Vorsicht bei Investments in Krypto-Unternehmen", sagte ein BaFin-Sprecher. "Die Volatilität und regulatorischen Unsicherheiten bergen erhebliche Risiken."
Ausblick
Sollte die Transaktion wie geplant über die Bühne gehen, würde Abra zu den Pionieren im Krypto-Sektor gehören, die den Sprung auf einen großen US-amerikanischen Börsenplatz schaffen. Marktbeobachter rechnen damit, dass weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen könnten, insbesondere wenn der Bitcoin-Kurs weiter steigt.
Die Fusion markiert einen Wendepunkt in der Beziehung zwischen traditionellen Finanzmärkten und der Krypto-Industrie. "Was wir hier sehen, ist die Institutionalisierung des Krypto-Sektors", sagte ein Partner einer führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. "Das bedeutet aber auch, dass die Unternehmen sich an strengere Regeln und Transparenzanforderungen anpassen müssen."
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