Die Schweizer Investmentgesellschaft 21Shares hat am gestrigen Handelstag die Referenzpreise für vier ihrer börsengehandelten Krypto-Produkte angepasst. Betroffen sind die ETPs auf Bitcoin, Ethereum, Solana und Cardano. Die Anpassungen erfolgten ohne vorherige Ankündigung und führten zu erheblichen Kursbewegungen im nachbörslichen Handel.

"Das ist höchst ungewöhnlich", sagte Dr. Markus Schneider, Leiter der Abteilung für Krypto-Analytik an der Universität Zürich, gegenüber unserer Redaktion. "Normalerweise werden Referenzpreise auf Basis transparenter, nachvollziehbarer Kriterien festgelegt. Hier scheint es eine abrupte Neubewertung gegeben zu haben."

Die Anpassungen betreffen insgesamt ein verwaltetes Vermögen von rund 2,3 Milliarden US-Dollar. 21Shares selbst äußerte sich bislang nicht zu den Gründen für die Preisanpassungen. Eine Anfrage unserer Redaktion blieb unbeantwortet.

Hintergründe

Referenzpreise spielen eine zentrale Rolle bei der Preisbildung von ETPs. Sie dienen als Grundlage für die tägliche Bewertung und damit für den Handel. Die plötzliche Anpassung wirft Fragen nach der Stabilität und Vorhersehbarkeit von Krypto-Produkten auf.

"Das erinnert an die Praktiken einiger Hedgefonds in den 2000er Jahren", sagte Prof. Dr. Julia Weber von der Frankfurt School of Finance & Management. "Da wurden ebenfalls plötzlich Bewertungsmethoden geändert, um bestimmte Positionen zu optimieren."

Die Anpassungen fallen in eine Zeit erhöhter regulatorischer Aufmerksamkeit für den Krypto-Sektor. Die EU-Kommission prüft derzeit schärfere Regeln für Krypto-ETPs. Kritiker sehen in den jüngsten Entwicklungen einen Beleg für die Notwendigkeit strengerer Aufsicht.

Reaktionen aus dem In- und Ausland

Die Reaktionen auf die Preisanpassungen fallen gemischt aus. Während einige Marktteilnehmer die Schritte als "marktgerecht" verteidigen, sprechen andere von einem "Vertrauensbruch".

"Das untergräbt das Vertrauen in den gesamten Sektor", sagte ein anonym bleibender Fondsmanager einer deutschen Großbank unserer Redaktion. "Wenn der Emittent die Regeln mitten im Spiel ändert, wer garantiert dann noch die Integrität der Produkte?"

Auf Social Media kursieren bereits Verschwörungstheorien. Einige Nutzer vermuten, dass die Anpassungen Teil einer größeren Strategie seien, um bestimmte Marktteilnehmer zu benachteiligen.

Ausblick

Die Auswirkungen der Preisanpassungen werden in den kommenden Handelstagen deutlicher zu sehen sein. Experten rechnen mit erhöhter Volatilität und möglichen Abflüssen aus den betroffenen Produkten.

Die Finanzaufsicht Bafin kündigte an, die Vorgänge zu prüfen. "Wir beobachten die Situation genau", sagte ein Sprecher der Behörde. "Sollten Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, werden wir entsprechende Schritte einleiten."

21Shares steht nun unter Druck, die Gründe für die Anpassungen transparent zu machen. Die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und möglicherweise des gesamten Krypto-ETP-Marktes steht auf dem Spiel.

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